TriLenz - Theater

Das Leben braucht das Spiel

TriLenz - Theater

Sehen Sie sich auch die bisherige Theaterarbeit von Lenzbauer und Trießnig an:

Rückblick

Am 26. November 2004 wurde im Rahmen einer feierlichen Zeremonie der Ferdinand Eberherr – Preis an das TriLenz – Theater Salzburg verliehen. Dies stellte bislang den Höhepunkt des Schaffens unseres Theaters dar. Der Preis wurde der Umsetzung des Stückes "Die Kinder des Teufels" von Felix Mitterer zuerkannt. Nicht allein deshalb, weil erstmals überhaupt – seit der Uraufführung 1989 – tatsächlich Kinder die schwierigen Rollen übernahmen. In seiner Dankesrede brachte Kurt Lenzbauer, der ebenfalls für die beste Regie ausgezeichnet worden war, zum Ausdruck, wie wichtig das Theater und die Theaterarbeit mit Kindern und gerade für Kinder und Jugendliche ist.

Bis es soweit kam, war es ein weiter Weg:

Im Herbst 1990 erschien ein ganzseitiger Artikel in den Salzburger Nachrichten, initiiert von Kurt Lenzbauer und Tom Preston, in welchem Schauspieler, Sänger und Tänzer für ihre neue Musicalproduktion "My Train" gesucht wurden. Die Vorbereitungen dazu liefen bereits auf Hochtouren, obwohl es noch über ein Jahr dauern sollte, bis die Premiere dieses Musicals über die Bühne gehen würde.

Zur gleichen Zeit hatte Robin Trießnig zusammen mit einigen Freunden die Produktion des Stückes "Lumpazivagabundus" von Johann Nestroy begonnen. Sie lasen zufällig diesen Artikel in den Salzburger Nachrichten und beschlossen, sich für das Casting anzumelden. Niemand konnte ahnen, dass an diesem Tag der Grundstein für eine langjährige Freundschaft und ausgezeichnete Theaterarbeit zwischen Kurt Lenzbauer und Robin Trießnig gelegt werden würde.

Unter dem Namen Theatergruppe Die Scherben wurde im Sommer der "Lumpazivagabundus" erfolgreich aufgeführt. Im Dezember des gleichen Jahres ging unter großem Beifall die Musicalproduktion "My Train" in der Salzberghalle in Hallein über die Bühne.

Anschließend war es für Kurt Lenzbauer und Robin Trießnig klar, die nächsten Theaterproduktionen gemeinsam anzugehen. Noch unter dem Namen Die Scherben wurde im darauffolgenden Jahr 1991 "Häuptling Abendwind", ebenfalls ein Stück von Johann Nestroy, gespielt.

Für die Spielsaison 1992 beschloss man, zu großen und ernsten Sprechstücken überzuwechseln. "Die 12 Geschworenen" von Rose/Budjuhn stand auf dem Programm. Das Besondere daran war, dass erstmals der Große Schwurgerichtssaal des Landesgerichts Salzburg als Bühne und Aufführungsort verwendet wurde. (Das kleine Theater sollte später noch diesen Raum als Aufführungsort benützen, ehe er für weitere Aufführungen verboten wurde.) Kurt Lenzbauer führte bei dieser Produktion Regie, Robin Trießnig spielte den Geschworenen mit der Nummer acht, jene Rolle, die Henry Fonda in der berühmten gleichnamigen Verfilmung verkörpert hatte.

Nach der Auflösung der Theatergruppe Die Scherben formierten sich einige Schauspieler und der Regisseur der "Geschworenen"-Produktion zu einem neuen Theaterensemble.  Kulturtheater Quintessenz Salzburg nannten sie sich nun, und Robin Trießnig spielte unter der Regie von Kurt Lenzbauer den jungen Leutnant Hartmann in Carl Zuckmayers berühmten Bühnenwerk "Des Teufels General". Als Aufführungsort entschied man sich für einen Flughangar am Flughafen in Salzburg, welcher nach langen Verhandlungen auch bewilligt wurde. Auch diese Spielstätte durfte später für keine weiteren Produktionen mehr genutzt werden.

Nach einer neuerlichen Auflösung des Theaterensembles entschlossen sich Kurt Lenzbauer und Robin Trießnig ihr Konzept völlig neu zu überdenken. Sie wollten eine Theatergruppe gründen, die nicht alleine große und ungewöhnliche Schauspiele auf die Bühne brachte, sondern auch für kleine Theaterabende wie Lesungen und musikalische Darbietungen zu vielerlei Gelegenheiten dienen sollte. Es schloss sich ihnen Isabella Trießnig an, die fortan die musikalische Leitung der Gruppe inne hatte. Und so entstand das TriLenz - Theater Salzburg. Und das neue Konzept wurde auch gleich umgesetzt: bevor sie sich einem großen Theaterstück zuwandten, folgten viele kleine aber stets auch abendfüllende Theateraufführungen gänzlich aus eigener Feder. Legendär wurden dabei die "Kaffeehausszenen", "Ein Winterabend", "Die Kur" und "Fasching".

Ein weites Betätigungsfeld ist auch die Musik geworden, ein Umstand, der vor allem Isabella Trießnig zu verdanken ist. Sie hat es geschafft, in kurzer Zeit durch ihr vielfältiges Talent die Theatergruppe enorm zu bereichern.

Es war schon lange ein Wunschtraum von Robin Trießnig gewesen, das Kriminalstück "Mord mit kleinen Fehlern" von Anthony Shaffer aufzuführen. So war es nicht verwunderlich, dass dies auch die erste große Theaterproduktion wurde. Und wieder wählte man einen ungewöhnlichen Schauplatz. Das Stück selbst spielt in einem englischen Landhaus, das wohl kaum besser in einem der Schlösser Salzburgs umzusetzen ist. Das Schloss Hellbrunn schließlich gewann den Vorzug. Aber nicht allein das Schlossambiente machte diese Produktion zu etwas besonderem, sondern auch die bis ins kleinste Detail perfekte Ausstattung von Nikola Fürhacker , die seit dieser Zeit die Requisite zu allen weiteren Produktionen gemacht hat. Aber schon interessierte sich ein weiterer "Schlossherr" für das Kriminalstück. Die Casinos Austria engagierten die gesamte Produktion für drei Aufführungen im Schloss Klessheim. "Mord mit kleinen Fehlern" war so erfolgreich, dass bis heute die Nachfrage nach weiteren Aufführungen nicht zum Stillstand kommt, obwohl der ersten Aufführungsserie bereits einige weitere nachgefolgt sind. Damit ist "Mord mit kleinen Fehlern" das bislang meistgespielte Stück von Kurt Lenzbauer und Robin Trießnig.

Zahlreiche Engagements mit dem Young Musical Project ("Colours of Life", "Oh happy Day", "Abraham"), bei den seit Sommer 1999 jährlichen Jedermann-Aufführungen auf der Burg Hohensalzburg, sowie zahlreiche Lesungen und Kleinkunstabende runden die Arbeit des TriLenz – Theaters Salzburg ab.

Für das Jahr 2003 wurde das Stück "Die Kinder des Teufels" von Felix Mitterer gewählt. In einer Koproduktion mit dem Verein Burgspiele wurden die Aufführungen zu einem Erfolg mit großer Anerkennung und das TriLenz – Theater Salzburg zum Gewinner des Ferdinand Eberherr – Preises 2004!

Dies also ist die bisherige Erfolgsgeschichte unseres Theaters. Eine Geschichte, die – sieht man auf die Planung allein für das heurige Jahr – noch lange nicht zur Ende geschrieben ist …

 

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